REGELWERK

Freestyle

1 vs. 1 Battle mit KO-System


Beide Teilnehmer haben abwechselnd jeweils 30 Sekunden Zeit ihre Performance zu präsentieren.
Nach 3 Runden wird der Gewinner ermittelt, jedoch kann eine 4. Runde von der Jury verlangt
werden, um eine Entscheidung treffen zu können.
Die 30 Sekunden starten bei Berührung der Stange beziehungsweise Beginn der Performance,
spätestens jedoch 10 Sekunden nach Ende der 30 Sekunden des Gegners. 

Die folgenden Punkte können innerhalb eines Battles erreicht werden.

Statics (5 Punkte)


• maximal 1.5 Punkte, wenn nur 1 Element geturnt wird
• maximal 3 Punkte, wenn nur 2 Elemente geturnt werden
• für 5 Punkte, müssen mindestens 3 Elemente geturnt werden
• jedes Element muss mindestens 3 Sekunden gehalten werden

Dynamics (5 Punkte)


Strength Dynamics (2.5 Punkte)
• maximal 1.5 Punkte, wenn nur ein Element geturnt wird
• für 2.5 Punkte, müssen mindestens 2 Elemente geturnt werden

Acrobatic Dynamics (2.5 Punkte)
• maximal 1.5 Punkte, wenn nur ein Element geturnt wird
• für 2.5 Punkte, müssen mindestens 2 Elemente geturnt werden

Kombinationen(5 Punkte)


• maximal 1.5 Punkte, wenn nur Statics geturnt werden
• maximal 1.5 Punkte, wenn nur Dynamics geturnt werden
• für 5 Punkte müssen mindestens 2 Kombinationen, jeweils bestehend aus mindestens 2
Statics und 2 Dynamics, geturnt werden

 
Abzüge (Separate Liste)
  • Fehler, wenn beide Hände oder eine Hand Stange verlässt und man den Boden berührt

  • Judges notieren nach jeder Runde nach Absprache die Fehler

  • 1 Punkt Abzug in jeder Disziplin für einen Fehler in einer Runde

  • 2 Punkte Abzug in jeder Disziplin für 2 oder mehr Fehler in einer Runde

 

  • 0.5 Punkte Abzug bei Wiederholung eines Elements in einem Battle (kein Punkteabzug, wenn das Element in einer komplett anderen Kombination (bestehend aus mindestens 3 Elementen) geturnt wird)

  • wird lediglich der Griff eines statischen Elements geändert (Barren, Reck oder Boden), zählt das Element als Wiederholung (-0.5 Punkte), dennoch wird der Unterschied im Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Griffe des Elements vom Statics Judge berücksichtigt – dies betrifft nicht die Griffbreite (beispielsweise sind eine Maltese Planche und eine reguläre Planche zwei unterschiedliche Elemente)

  • maximal 1 Punkt Abzug für Wiederholungen

One Rep Max

Regelwerk für die Deutsche Meisterschaft in Calisthenics und Street Workout 
Um der rasanten Entwicklung der Sportart gerecht zu werden, haben die Organisatoren
der Deutschen Meisterschaft beschlossen erstmalig eine Wettkampfform einzuführen,
welche darauf ausgelegt ist ein Einer-Wiederholungs-Maximum (ORM) zu ermitteln. Dies
soll auf der einen Seite Sportlern, welche noch kein Spitzenniveau erreicht haben,
ermöglichen ihre persönlichen 100% in einer Wettkampfsituation zu testen. Auf der
anderen Seite sollen Topathleten angespornt werden neue Rekorde aufzustellen. Im
folgenden werden die Regeln für die vier Disziplinen erläutert. 

Zu Beginn werden die männlichen Athleten in folgende Gewichtsklassen eingeteilt: -73kg; -81kg; -90kg; +90kg 


Für weibliche Athleten gibt es eine einheitliche Gewichtsklasse.

Im Anschluss werden in den Gewichtsklassen die vier Übungen in folgender Reihenfolge
durchgeführt:

Muscle ups (bzw. für Frauen Ring Muscle ups); Dips; Pull ups; Squats 

Jedem Athleten stehen drei Versuche frei. Der Athlet bestimmt am Wettkampftag seine
Opener. Das Gewicht darf nicht reduziert, sondern nur erhöht werden. Falls ein Athlet drei
Fehlversuche aufweist, ist er von der Gesamtwertung ausgeschlossen, darf jedoch
weiterhin am Wettkampf teilnehmen. 

Jeder Versuch wird von drei Judges bewertet. Sobald zwei der Judges einer Meinung
sind, ist die Wiederholung gültig oder ungültig. Im Zweifel ist es den Judges erlaubt eine
Videoaufnahme zurate zu ziehen. Dem Athleten ist es nicht erlaubt die Judges zu nötigen,
oder Forderungen zu stellen. Zuwiderhandlungen werden mit dem Ausschluss aus der

Competition geahndet. 

Regeln für die Übungen: 
Nur wenn alle Kriterien erfüllt sind, wird eine Wiederholung als gültig gewertet. 

Bar Muscle up 


Die Bewegung startet mit gestreckten Armen.

Es ist erlaubt sofort nach verlassen der Box den Zug einzuleiten.

Es ist erlaubt zu schwingen.

Das Gewicht wird an einem Gürtel befestigt, die Positionierung des Gewichts wird dem Athleten überlassen.

Die Bewegung ist abgeschlossen, wenn die Arme über der Stange ausgestreckt sind. 

Es ist nicht erlaubt, durch Kippbewegungen sich und das Gewicht über die Stange zu befördern.

Es ist nicht erlaubt Schwung durch Beinbewegungen zu erzeugen. 

Es ist nicht erlaubt, während der Bewegung von einem anterior-pelvic-tilt in einen posterior-pelvictilt zu wechseln.

Es ist erlaubt die Hüfte leicht nach hinten zu schieben, um das Gewicht um die Stange zu
bugsieren.

Ring Muscle up 


Der Ring Muscle up wird an hölzernen Turnring ausgeführt. 

Die Bewegung startet mit gestreckten Armen.

Die Bewegung wird aus dem Hang ruhend ausgeführt.

Das Gewicht wird mithilfe eines Gürtels befestigt, die Positionierung des Gewichts wird der Athletin überlassen.

Es ist nicht erlaubt, während der Bewegung von einem anterior-pelvic-tilt in einen posterior-pelvictilt zu wechseln.

Die Bewegung ist abgeschlossen, sobald die Arme im Stütz voll gestreckt sind.

Es ist nicht erlaubt, durch Kippbewegungen sich und das Gewicht nach oben zu befördern.

Es ist nicht erlaubt Schwung durch Beinbewegungen zu erzeugen.

Pull up  


Die Bewegung startet mit gestreckten Armen.

Die Wiederholung ist gültig, wenn sich das Kinn klar erkennbar über der Stange befindet.

Es ist nicht erlaubt, durch kicken oder kippen das Gewicht nach oben zu befördern.

Das Gewicht wird mithilfe eines Gürtels befestigt, die Positionierung des Gewichts wird der
Athletin / dem Athleten überlassen.

Es muss sich um eine zusammenhängende Bewegung handeln.

Sobald das Gewicht sich nach unten bewegt, ohne dass sich das Kinn über der Stange befand,
wird die Wiederholung als ungültig gewertet.

Dip 


Die Bewegung startet mit gestreckten Armen.

Die Wiederholung ist gültig, sobald sich das Schultergelenk klar ersichtlich unterhalb des
Ellenbogens befindet.

Im Anschluss müssen die Arme gestreckt werden, bis eine vollständige Extension erreicht wurde.

Das Gewicht wird mithilfe eines Gürtels befestigt, die Positionierung des Gewichts wird der
Athletin / dem Athleten überlassen. 
Die Streckung muss flüssig erfolgen.

Sobald sich das Gewicht ein zweites Mal nach unten bewegt, wird die Wiederholung als ungültig gewertet.

Das Gewicht muss sich klar ersichtlich nach unten bewegen.

Während der Wiederholung soll ein annähernd gleichbleibender Hüftwinkel gehalten werden.

Wird die Wirbelsäule überstreckt, oder die Kiste mit den Füßen berührt, so ist die Wiederholung
ungültig. 
Die Kiste wird im Abstand von 1,5 Fußlängen platziert.

Squat 


Die Bewegung startet mit gestreckten Beinen, sowie einer gestreckten Hüfte.

Auf Kommando wird eine Kniebeuge eingeleitet.

Die Wiederholung ist nur gültig, wenn der Beckenknochen ersichtlich tiefer als das Knie ist -
sprich der Oberschenkel parallel zum Boden, bzw. Leicht darunter.

Es wird eine flüssige Bewegung ausgeführt, wenn die positive Bewegung unterbrochen wird, oder
sich das Gewicht wieder nach unten bewegt, so wird die Wiederholung als ungültig gewertet. 

Das Gewicht wird auf Kommando wieder im Rack platziert.